Aktuelle Studien

Luciano A Sposato, Lauren E Cipriano, Gustavo Saposnik, Estefanía Ruíz Vargas, Patricia M Riccio, Vladimir Hachinski "Diagnosis of atrial fibrillation after stroke and transient ischaemic attack: a systematic review and meta-analysis"

In einer Arbeitsgruppe um den kanadischen Neurologen Dr. Luciano Sposato wurde auf Basis einer Metaanalyse die Effizienz von SRA® bestätigt. Diese Metaanalyse wurde im März 2015 im Lancet Neurology veröffentlicht wurde.

Ausgangspunkt der Analyse waren 28290 Studien welche sich mit der Detektion von Vorhofflimmern beschäftigten. In der Auswertung wurden letztlich 50 Studien mit herausragenden Informationen zur Häufigkeit von neu diagnostiziertem Vorhofflimmern genauer betrachtet. Sposato zeigt in seiner Metaanalyse, dass bei fast 24% der Patienten Vorhofflimmern neu diagnostiziert wurde.

 Eine dieser 50 Studien ist die 2012 in Stroke veröffentlichte Studie vom Universitätsklinikum Heidelberg (Continuous Stroke Unit Electrocardiographic Monitoring Versus 24-Hour Holter Electrocardiography for Detection of Paroxysmal Atrial Fibrillation After Stroke) bei der die Effizienz einer automatischen Vorhofflimmerdetektion (SRAclinic®) untersucht wurde. Dabei wurde eine Steigerung der Detektionsrate von Vorhofflimmern um bis zu 170% gegenüber den untersuchten konventionellen Vorgehensweisen nachgewiesen.

Die Studie des Universitätsklinikums Heidelberg (Rizos, et. al.) erreichte in der Metaanalyse eine herausragende Stellung. In den Bereichen Selection, Attrition, Duplicate Publication und Reporting (exposed cohort) und Reportin (PSAF) wurden ausschließlich positive Ergebnisse erreicht.

Hier finden Sie die Vollversion der Metaanalyse:

Lancet Neurology - März 2015

 

Jürgen R. Schaefer, MD (1), Dieter Leussler, MD (2), Ludger Rosin, MD(3), David Pittrow, MD (4), Thomas Hepp (5):„Improved detection of paroxysmal atrial fibrillation utilizing asoftware-assisted electrocardiogram approach"

Abstract

Hintergrund: Wir untersuchten, ob durch eine automatische komplexitätsbasierte statistische Schlaganfall-Risiko-Analyse (SRA®) von verfügbaren EKG-Aufzeichnungen eine verlässliche Detektion von Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern verbessert werden kann.

Methoden und Ergebnisse: Ruhe-EKG, 24-stündige Holter-EKG und SRA® von separaten 1-stündigen Holter-EKG-Abschnitten waren verfügbar von 70 Patienten mit pVHF und ohne Flimmerepisode im Ruhe-EKG bei Studieneinschluss, 19 Patienten mit chronischem VHF (bei Studieneintritt) und 100 jungen gesunden Probanden. Vorhofflimmerepisoden wurden bei 19 von 70 Patienten (27,1% insgesamt, 18,6% in der ersten Stunde) im Holter-EKG detektiert und SRA® klassifizierte 37 von 70 Patienten mit einem Risiko für pVHF (Sensitivität 52,9% in der ersten Stunde). Von den 54 Patienten mit pVHF, die in der ersten Stunde im Sinusrhythmus waren, detektierte SRA® ein Risiko für pVHF in 23 Patienten (Sensitivität 42,6%). Von den 9 Patienten mit pVHF, die mindestens eine Flimmerepisode im Holter zeigten und dann mindestens 1 Stunde im Sinusrhythmus waren, zeigte SRA® eine Sensitivität von 77,8% in der ersten Stunde nach dem Ende der Flimmerepisode, 71,4% in der zweiten Stunde und 42,9% in der dritten Stunde. SRA® detektierte fast alle Flimmerepisoden in den einstündigen EKG-Abschnitten, wie durch Kardiologen bestätigt (Sensitivität 99,2%, Spezifität 99,0%).

Schlussfolgerungen: Diese Studie an ambulanten Patienten bestätigt vorhergehende Studien, die vermuten ließen, dass ein routinemäßiger Einsatz von SRA® die Detektionsrate von pVHF verbessern kann und damit die Zeit zwischen dem Einsetzen des Vorhofflimmerns und der Einleitung präventiver Maßnahmen für Patienten mit hohem Risiko für einen Schlaganfall verkürzt.

Hier geht es zu der frei verfügbaren englischsprachigen Veröffentlichung der Studie.